Bernhard Oppenheim wird von der amerikanischen Militärbehörde zum Ortsvorsteher von Kirchhundem und Herrntrop ernannt.
Die Menschen des Dorfes sind dabei, die Trümmer des Krieges zu beseitigen und die Schäden notdürftig zu beheben.
Die endgültige Bilanz der unmittelbaren Opfer des Krieges sieht so aus: 71 gefallene Soldaten, 31 Vermisste, die auch nie wiederkehrten, 10 Tote in der Heimat. Nicht gezählt sind die, welche unter den Folgen des Krieges zu leiden haben.
Zu den Opfern zählen auch noch 13 tote Fremdarbeiter. Sie wurden durch die Kriegsereignisse nach hier verschlagen und sind auf dem Friedhof begraben.
Dr. Adolf Marx wird wieder in das Amt als Amtsbürgermeister eingesetzt.
Johannes Poggel vom Bettinghof will nach einem Überfall auf sein Haus die Polizei holen und wird dabei am Waldrand durch einen Schuss lebensgefährlich verletzt. Am nächsten Tag stirbt er im Krakenhaus in Altenhundem.
In der Festhalle, die im Krieg als Arbeits- und Gefangenenlager gedient hat, beginnt die Firma Aloys Mennekes mit einer Produktion von Glühauf Feueranzündern.
Dr. Albert Patt wird als Gemeindebürgermeister von Kirchhundem gewählt.
Nach einem Sofortbauprogramm zur Unterbringung von Flüchtlingen wird das ehemalige RAD-Lager mit einbezogen. In der Kriegerhalle entsteht eine Gemeinschaftsküche. Zur Verteilung von Lebensmitteln und Kleidung wird das Kartensystem wieder eingeführt.
Im Januar wird eine vorläufige Amtsvertretung gebildet deren Mitglieder berufen werden.
Nach und nach kehren Soldaten aus der Gefangenschaft heim.
Im Jugendheim findet ein Tanzkursus statt. Mit der Aufführung von Jedermann wird an die frühere Theatertradition im Jugendheim angeknüpft.
Im Jugendheim wird der Turn- und Sportverein gegründet.
Bernhard Oppenheim wird einstimmig zum ehrenamtlichen Amtsbürgermeister gewählt.
Die Amtsvertretung wählt Dr. Paul Menne aus Metelen bei Burgsteinfurt zum Amtsdirektor, der die Stelle aber nicht antritt.
Dr. Wilhelm Deitmer aus Saalhausen löst Bernhard Oppenheim als Amtsbürgermeister ab.
Josef Heimes wird als Gemeindebürgermeister gewählt.
Die Amtsvertretung wählt Ernst Großheim als ihren neuen Amtsdirektor.
Die Firma Aloys Mennekes beginnt auf dem ehemaligen Gelände der Ruhr-Sieg-Bahn den Bau einer Fabrikationsanlage.
Der Turn- u. Sportverein feiert auf dem Sportplatz und im Jugendheim ein Schützenfest.
Der gebackene Vogel wird mit Steinen abgeworfen. Schützenkönig ist der Architekt Aloys Jaspers.
Der neu gewählte Amtsdirektor Ernst Großheim tritt sein Amt an.
Nach über 35 Jahren als Pfarrer in Kirchhundem verstirbt Pastor Johannes Minze. Sein Nachfolger Rudolf Grafe wird am 12. Oktober dieses Jahres in sein Amt eingeführt.
Gründungsversammlung des Heimatschutzvereins, Vorsitzender wird Bernhard Oppenheim.
Gründungsversammlung des M.G.V. nach dem Kriege. Die Gesangsproben hatten im Winter begonnen. Der M.G.V. bringt allen Soldaten, die ab dieser Zeit zunehmend aus Russland heimkehren, ein Begrüßungsständchen.
Heute ist der lang erwartete Tag der Währungsreform. Die alte Reichsmark ist wertlos geworden. Jeder Einwohner erhält 40 Deutsche Mark Kopfgeld, die in den Räumen der Sparkasse im Amtsgebäude ausgezahlt werden.
Erstes Schützenfest des Heimatschutzvereins nach dem Kriege. König wird Wilhelm Barkhoff aus Flape. Die Festhalle ist rechtzeitig durch die Firma Mennekes geräumt und mit vereinten Kräften hergerichtet worden. Festwirt ist Paul Cordes.
Johann Stangier aus Altenhundem ist neuer Amtsbürgermeister.
Die Maifeier in der Festhalle wird durch den großen Brand in der Schreinerei Aloys Hoffmann im ehemaligen Arbeitsdienstlager jäh beendet.
Die Freiwillige Feuerwehr feiert mit einem großen Feuerwehrfest ihr 40jähriges Bestehen. Brandmeister ist Fritz Sasse.
Unter dem Motto Mit den Möhnen an die Möhne unternimmt die Dorfjugend in einem klapprigen Autobus eine Sonntagsfahrt zur Möhnetalsperre.
Am Flaper Schulweg beginnt der Bau einer Reihe von Eigenheimen.
Paul Cordes und Paul Attig eröffnen das Lichtspieltheater Sala-Lichtspiele in Kirchhundem. Zur Eröffnungsvorstellung um 20 Uhr wird der Film Die Sonnenhofbäuerin gezeigt. Paul Attig ist 1946 als Vertriebener aus Schlesien nach Kirchhundem gekommen.
Die Geschäfts- und Handwerksbetriebe des Dorfes richten in der Festhalle eine Gewerbeschau aus. Dabei stellt das Elektrogeschäft Paul Siebert den 1. UKW-Radioempfänger vor.
Im Dorf (mit Herrntrop und Flape) gibt es folgende Geschäfte und Betriebe:
Zwei Textilgeschäfte,
zwei Textilgeschäfte kombiniert mit Lebensmittelverkauf,
fünf Schuhmacher, davon drei mit Schuhverkauf,
drei Bäckereien, davon eine mit Lebensmittelverkauf,
eine Bäckerei mit Mühle,
zwei Metzgereien,
drei Lebensmittelgeschäfte,
zwei Geschäfte für Bedarf aller Art (Schreib- und Tabakwaren usw.),
acht Gastwirtschaften und zwei Bahnhofsgastwirtschaften,
zwei Installationsbetriebe, davon einer mit Eisen- und Haushaltswarengeschäft,
zwei Schlossereien, davon eine mit Haushaltswaren,
eine Schmiede,
eine Stellmacherei,
drei Elektrobetriebe mit Ladengeschäften,
zwei Schreinereien mit Möbelverkauf,
zwei Autowerkstätten mit Autoverkauf bzw. Lastwagenverkauf,
zwei Malerbetriebe,
ein Farbengeschäft,
zwei Frisörsalons,
zwei Putzmacherinnen mit Ladengeschäft und
eine Apotheke.
Diese Aufzählung ist vielleicht noch nicht vollständig.
Die neuen Glocken für die Pfarrkirche sind angekommen und werden zunächst in der Kirche ausgestellt.
Beim Schützenfest spielt zum ersten Male das Siegerland Orchester. Schützenkönig ist Franz Kleffmann, Königin Helga Cordes.
Auf einer gemeinsamen Versammlung trennt sich der Sportverein vom Turnverein und bildet den FC Kirchhundem.
Neugründung der Soldatenkameradschaft. Hauptziel: Rückerstattung der noch immer beschlagnahmten Kriegerhalle.
Als letzter Heimkehrer kommt Hans Neuhaus aus russischer Gefangenschaft zurück. Johannes Ludwig hatte ihn in Friedland abgeholt. Vom Rhein-Weser-Turm wird er in einem Autokonvoi in seinen Heimatort geleitet. Vor dem Hause Erwes bereitet ihm die Dorfbevölkerung mit der Musikkapelle Vasbach einen herzlichen Empfang.
Die Kirchenmauer wird an der Hundemstraße um 1.50 Meter zurückgesetzt und neu errichtet.
Der Hof Hermes auf dem Bettinghof wird durch einen Großbrand vernichtet. 8 Tage später brennt die sog. Russenbaracke beim Hause Aloys Mennekes.
Der Männergesangverein feiert sein 100. Gründungsfest mit einem großen Gesangswettstreit.
Ein Wolkenbruch über Brachthausen lässt den Flapebach zu einem reißenden Strom anschwellen und richtet gewaltige Schäden an. Die Häuser in der Flaper Straße stehen bis zu 1,50 m unter Wasser.
Gegen Ende des Jahres wird die Restaurierung der alten Orgel abgeschlossen.
Das zuständige Gericht in Celle gibt den Besitz der Festhalle an die Soldatenkameradschaft als Rechtsnachfolger des Kriegervereins zurück. Am 29. Oktober des Jahres kommt es zur Übergabe des halben Besitzes an den Schützenverein.
Zu Ostern beschließt der Kirchenvorstand einen Marienbrunnen anzulegen.
Das Ehrenmal an der Hardt wird neu eingeweiht. Auf einer neuen Tafel sind die Namen der Toten des 1. und 2. Weltkrieges verzeichnet.
Zur Fußball-Weltmeisterschaft wird im Gasthof Kaiserhof das erste Fernsehgerät des Dorfes aufgestellt.
Die Sparkasse erwirbt das Haus Mees in der Hundemstraße und verlegt ihren Sitz aus dem Amtsgebäude dorthin.
Die Gemeinde beabsichtigt den Neubau einer Volksschule auf dem Gelände des ehemaligen RAD Lagers. Pfarrer Rudolf Grafe möchte die Schule näher zur Ortsmitte und veranlasst eine Unterschriftensammlung in der Bevölkerung.
Frau Paula Best-Vasbach verstirbt und wird als letztes Mitglied der Familie Vasbach auf dem Erbbegräbnis der Familie an der Kirche beigesetzt. Neuer Besitzer auf der Vasbach wird Wilhelm Brüning.
Clemens Krekel von Altenhundem wird als neuer Gemeindebürgermeister gewählt.
Die Kirchengemeinde organisiert für den Bau der neuen Volksschule den Platz am Kreuzberg. Die politische Gemeinde stimmt schließlich zu.
Wilhelm Brüning wird Schützenkönig, Königin seine Frau Camilla. Bei der Nachfeier bildet sich im Gasthof Erwes ein Verein zur Förderung von Königstalenten (VZFVKT). Vorsitzender wird Ernst Henrichs.
Die Firma Aloys Mennekes bezieht ihr neues Bürogebäude.
Gründungsversammlung des Tambourcorps Kirchhundem im Gasthof Robert Erwes.
Der Schützenverein feiert in diesen Tagen sein glanzvolles 50. Gründungsfest.
Durch umfangreiche Änderungen in der alten Kirche entsteht die Krypta.
Die 1959/60 errichtete neue Volksschule am Kreuzberg wird eingeweiht und bezogen.
In den neu erbauten Fabrikationsgebäuden der Firma Aloys Mennekes wird die Produktion aufgenommen.
Im Zuge der Liquidierung des Gutes Vasbach erwirbt das Amt Kirchhundem das Gutshaus und die Gemeinde Kirchhundem die restlichen Grundstücke des Gutshofes. Die Kapelle wird von den Bettinghofer Bauern erworben und später an die Gemeinde Kirchhundem veräußert.
Wilhelm Brüning ist verstorben. Mit seiner Güte und Hilfsbereitschaft war er allen Menschen in besonderem Maße zugetan so steht es auf seinem Totenzettel geschrieben. Diese Eigenschaften hatten sich vermeintliche Freunde und Berater zunutze gemacht und damit u. a. das Ende der Vasbach herbeigeführt. Eine fast 500 Jahre währende Familientradition mit engen Bindungen an das Dorf Kirchhundem ist zu Ende.
Peter Kaiser erwirbt die Vasbach-Mühle und errichtet auf dem Gelände eine Kartonagenfabrik.
Amtsdirektor Ernst Großheim geht in den Ruhestand, sein Nachfolger wird Franz Josef Hackmann. Dieser bezieht mit seiner Familie das Haus Vasbach.
Karl Nöcker aus Altenhundem wird neuer Amtsbürgermeister und Nachfolger von Johann Stangier. Karl Nöcker übt dieses Amt bis zur kommunalen Neugliederung 1969 aus.
Friedrich Kraume kauft die große Schule und richtet dort einen Lebensmittelladen ein.
In der Kirche wird der Chorraum umgestaltet. Die Altaraufsätze werden entfernt und die Mosaikbilder an der Chorrückwand angebracht. Der Sonntagsgottesdienst wird im Jugendheim am Emberg und die Werktagsmessen werden in der Krypta abgehalten.
Mit der vollständigen Erneuerung des Fußbodens wird die Kirchenrenovierung abgeschlossen.
Die um 1840 erbaute Hundembrücke in der Dorfmitte wird abgerissen und durch eine Spannbetonbrücke ersetzt.
Unser Kino Sala-Lichtspiele wird geschlossen.
Die Kirchengemeinde kauft die kleine Schule und richtet dort zunächst eine Nähschule ein. Später muss sie dem Bau des Kindergartens und des Pfarrzentrums weichen.
Die 1851 erbaute Hundembrücke ins Flapetal wird gleichfalls durch eine Spannbetonbrücke ersetzt. Danach beginnt der Ausbau der Flaper Straße.
Durch den Verkauf der Vasbach ist Bewegung in den Grundstücksmarkt gekommen. Grundbesitzer, welche Grundstücke von der Vasbach erworben hatten, stellen Baugrundstücke zur Verfügung. So herrscht in dieser Zeit eine rege Bautätigkeit z.B. in der Gübecke und am Flaper Schulweg.
Bernhard Oppenheim legt den Vorsitz des Schützenvereins nieder und wird zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Sein Nachfolger ist Josef Grewe.
Die Feuerwehr zieht in den neu errichteten Anbau des Amtsgebäudes ein.
Auf der Ruhr-Sieg-Strecke fährt zwischen Altenhundem und Welschen Ennest erstmals probeweise eine Elektrolok. Zwei Monate später wird der elektrische Regelbetrieb eingeführt.
Pfarrer Rudolf Grafe ist nach verdienstvollem Wirken, auch um unser Dorf, verstorben. Sein Nachfolger wird Pastor Friedhelm Reuther.
Die Soldatenkameradschaft überträgt ihren Anteil an der Festhalle an den Schützenverein.
Nach der Liturgiereform wird der Hochaltar im Chorraum der Pfarrkirche nach vorne versetzt. Die Poststelle verlässt ihre alte Wirkungsstätte in der Flaper Straße 3 und zieht in ein neues Gebäude in der Hundemstraße um.
Joachim Grünewald wird Oberkreisdirektor des Kreises Olpe.
Der Sportplatz des FC ist zu einem Aschenplatz umgebaut worden und wird 1 Jahr später mit einer Flutlichtanlage ausgestattet.
Das Kirchendach wird mit neuem Schiefer eingedeckt.
Im Zuge der Gebietsreform ist die neue Großgemeinde Kirchhundem gebildet worden. Sie hat 12203 Einwohner, davon Kirchhundem 1674, Flape 235 und Herrntrop 197 Einwohner. Gemeindedirektor wird Franz Josef Hackmann, bis dahin Amtsdirektor des nunmehr nicht mehr bestehenden Amtes Kirchhundem.
Nach der Kommunalwahl im November wird Karl-Josef Luster-Haggeney neuer Bürgermeister der Großgemeinde Kirchhundem.
Das Amtsgericht Kirchhundem wird aufgelöst und dem Amtsgericht Lennestadt in Grevenbrück zugeordnet. Letzter Amtsrichter war Amtsgerichtsrat Johannes Pick.
Landrat Helmut Kumpf aus Herrntrop wird Landtagsabgeordneter des Kreises Olpe.
Der Chorraum in der Pfarrkirche wird neu gestaltet und bekommt einen neuen Altar.
Der neu errichtete Kindergarten der kath. Kirchengemeinde wird eingeweiht.
Die Pfarrversammlung beschließt den Bau des Pfarrzentrums und stimmt im Grundsatz dem Verkauf des alten Jugendheims am Emberg zu. Ein Jahr später ist der Bau vollendet.
Mit der Herausgabe einer bemerkenswerten Festschrift feiert die Soldatenkameradschaft ihr 75jähriges Bestehen.
Die Kreuzbergkapelle wird 100 Jahre nach ihrer Weihe in einer Initiative der Bürger des Ortes und der Soldatenkameradschaft renoviert.
Aus Anlass der Beendigung der Kapellenrenovierung findet auf dem Kreuzberg ein denkwürdiges Fest statt.
Frau Marita Rameil erwirbt das Haus Cordes und betreibt dort das Hotel Zum Amtsgericht.
An diesem Tage verstirbt Helmut Kumpf im Alter von nur 45 Jahren. Er war von 1966 bis 1971 Landrat des Kreises Olpe und ab 1970 Landtagsabgeordneter.
Die Pfarrversammlung stimmt mit Mehrheit für die Abgabe des Friedhofs an die politische Gemeinde. Bereits 1970 war der Kirchenvorstand entschlossen die Trägerschaft aufzugeben weil sich die neue Gemeinde weigerte, einen Beitrag für die notwendige Vergrößerung des Friedhofs zu leisten und sie den Zuschuss für den Wasserverband gestrichen hatte.
Zum Schuljahresbeginn wird das neu errichtete Hauptschulzentrum auf dem Alten Feld bezogen. Rektor ist Helmut Großheim.
Die Volksbank Hundem-Lenne, seit 1970 in Kirchhundem ansässig, erwirbt von der Gemeinde das alte Amtsgericht und richtet darin ihre Hauptstelle ein.
Dr. Paul Josef Cordes wird im Hohen Dom zu Paderborn zum Bischof geweiht.
Aloys Mennekes, der Seniorchef und Gründer der Firma Mennekes, verstirbt heute. Seine Söhne Dieter und Walter sind 1975 in die Firma eingetreten, die der größte Arbeitgeber im Dorf ist.
Der Tennis Club TC Rot-Weiß Kirchhundem e. V. wird gegründet und Dieter Mennekes zum 1. Vorsitzenden gewählt.
Der Männergesangverein Liedertafel-Eintracht 1853 feiert mit einem großen Gesangswettstreit sein 125. Jubiläum.
Rudolf Hansknecht wird zum Ortsvorsteher gewählt.
Der Tennis Club lässt die ersten beiden Tennisplätze errichten.
Der Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVK) wird, nachdem er einige Jahre geruht hatte, neu belebt. Vorsitzender wird Helmut Schauerte aus Flape.
In diesem und im nächsten Jahr wird die Pfarrkirche grundlegend renoviert. Der Sonntagsgottesdienst wird in der Schützenhalle gefeiert.
Die Gemeinde Kirchhundem richtet ein Gemeindearchiv ein. In ihm ist auch das Archiv Vasbach untergebracht. Das dazu in Münster von Herrn Kießling bearbeitete Inventar umfasst 448 Seiten und lässt den Wert des Archivs erahnen.
Der VVK stellt vier Porphyr-Steinblöcke an den Ortseingängen auf.
Zum ersten Male wird der Fröhliche Kirchhundemer Karneval FKK in der vollbesetzten Schützenhalle gefeiert.
In einer Bürgerversammlung wird der Verein Friedhofskapelle Kirchhundem e.V. gegründet. Ziel des Vereins ist die Errichtung einer Friedhofskapelle mit Aufbahrungsmöglichkeiten. Vorsitzender wird Helmut Schauerte.
Hartmut Schauerte aus Flape wird Landtagsabgeordneter.
Der Bebauungsplan der geplanten Dorferweiterung auf dem Alten Feld wird im Herbst dieses Jahres rechtskräftig.
Der VVK begeht sein 100. Gründungsjahr. Aus diesem Anlass gibt der Verein das Buch: Geschichte und Geschichten von Kirchhundem, gesammelt und erzählt von seinem Vorsitzenden Helmut Schauerte heraus.
Ein kleines Dorf und die große Geschichte - Herrntrop im Sauerland ist der Titel des Buches, in dem Claus Heinemann die Geschichte der Heimat seiner Vorfahren umfassend beschreibt. Ein Geschenk von größtem Wert, nicht nur für das Dorf Herrntrop.
Zum letzten Male fährt ein Gütertransport durch den Bahnhof Kirchhundem-Flape.
Gemeindedirektor Franz Josef Hackmann scheidet aus seinem Amt aus. Nachfolger wird Rudolf Lange.
Bedingt durch den Wegzug der Familie Hackmann wird Haus Vasbach frei und die Gemeinde erwägt es zu veräußern. Teile der Dorfbevölkerung wehren sich gegen den Verkauf worauf die Gemeinde das Haus für weitere 10 Jahre vermietet.
Unter dem Titel Hungeme Strülleken gibt der VVK die erste Ausgabe der Dorfzeitung / Dorfbrief heraus.
An der Grundschule wird die neu errichtete Turnhalle eingeweiht. Baubeginn war 1981.
Nach dreimonatiger Bauzeit wird auf dem neu gestalteten gemeindeeigenen Sportplatz das Eröffnungsspiel bestritten. Es wurde eine Aluminiumumzäunung erstellt und die Flutlichtanlage erweitert.
Der Verein Friedhofskapelle löst sich satzungsmäßig nach Erfüllung seiner Aufgabe auf und übergibt die Kapelle am 23. Juni an die Gemeinde. Als besonders erwähnenswerte Spende zu den Baukosten seien die fast 80.000 DM aus der Stiftung Peter Gastreich an sein Heimatdorf erwähnt.
Der Schützenverein feiert sein 75jähriges Jubiläum. Schirmherr ist Bischof Dr. Paul Josef Cordes.
Josef Grewe legt sein Amt als erster Vorsitzender des Schützenvereins nieder. Sein Nachfolger wird Rudolf Hansknecht.
Die Kunstmalerin Ina-Maria Mihalyhegyi-Witthaut bekommt den Kulturpreis des Kreises Olpe verliehen. Sie ist außerdem Inhaberin der Europa-Kunstplakette und des Dante-Preises.
Zu den bereits bestehenden Tennisplätzen wird ein dritter in Betrieb genommen.
Erster Spatenstich für die Erschließung des Baugebietes Altes Feld.
Kirchhundem nimmt erstmalig am Wettbewerb Unser Dorf soll schöner werden teil.
Die neu errichtete Brunnenanlage auf dem Platz hinter dem alten Amtsgericht, der heutigen Volksbank, wird feierlich eingeweiht und erhält den Namen Elisabethbrunnen.
Als erste Bewohner des neuen Ortsteils Altes Feld zieht die Familie Werner Picker, Kreuzbergstraße 49, in ihr Eigenheim ein.
Der Bahnhof Kirchhundem-Flape und das Gelände der stillgelegten Bahnstrecke Altenhundem - Birkelbach geht in den Besitz der Gemeinde Kirchhundem über.
Im Spätsommer dieses Jahres kann der Tennis Club sein neu errichtetes Clubhaus einweihen. Außerdem wird ein vierter Tennisplatz dem Spielbetrieb übergeben. Damit hat der Tennis Club unter seinem Vorsitzenden Dieter Mennekes eine ansehnliche Sportanlage geschaffen.
Helmut Schauerte legt den Vorsitz des VVK nieder. Sein Nachfolger wird Ernst Henrichs.
Auf der Höhe ihres Schaffens ist heute die Künstlerin Ina-Maria Mihalyhegyi-Witthaut in den Tod gegangen. Sie war Trägerin des Kulturpreises des Kreises Olpe und anderer internationaler Auszeichnungen. Sie wurde am 20.3.1946 in Flape geboren.
Die erste Ausgabe der Dorfzeitung Schwatt op Witt erscheint und löst das Hungeme Strülleken ab. Der VVK stellt Band 1 der Protokollbücher des ehemaligen Amtes Kirchhundem, der zugehörigen Gemeinden und der früheren Gemeinde Rahrbach vor. Die Bände 2 und 3 folgen in den nächsten Jahren.
Mit der französischen Gemeinde Houplines wird ein Partnerschaftsvertrag abgeschlossen.
Heute stirbt der langjährige Ortsvorsteher Norbert Nöcker.
Kreisheimatpfleger Günther Becker beruft auf Vorschlag des Gemeinderates Ernst Henrichs zum ersten Ortsheimatpfleger von Kirchhundem.
Am ehemaligen Bahnhof Kirchhundem-Flape wird für die Freiwillige Feuerwehr ein neues Gerätehaus übergeben. Die Bauzeit betrug etwas mehr als 1 Jahr.
Im Rahmen eines großen Familientages weihte der FC Kirchhundem sein neues Clubhaus ein.
Der Kreuzweg wird ausgebessert und auf dem Turm der von außen renovierten Kreuzbergkapelle wird der vergoldete Hahn aufgesetzt.
Im November wird in der Hundemstraße mit dem Bau eines Staukanals begonnen. Die Rohre erreichen teilweise einen Durchmesser von zwei Meter.
An dem erweiterten Parkplatz an der Kirche wird eine Orts- und Wandertafel aufgestellt.
Hinter der Sparkasse wird eine Fußgängerbrücke über die Hundem errichtet.
In Kirchhundem werden zwei Antennengemeinschaften gegründet. Sie wollen verhindern, dass an jedem Haus eine Antennenschüssel angebracht wird und darunter das Ortsbild Schaden nimmt.
Der Kanalbau in der Hundemstraße erreicht in der Dorfmitte die Hundem und wird unter dieser hindurchgeführt.
Am Fest Kreuzerhöhung wird in der Kapelle durch Pastor Reuther die erste Heilige Messe nach der umfangreichen Kreuzbergrenovierung gefeiert.
Nachdem bereits im November 1989 die Mauer in Berlin gefallen war, tritt nun das Staatsgebiet der ehemaligen DDR der Bundesrepublik Deutschland bei. Die Wiedervereinigung Deutschlands ist damit auf friedlichem Wege vollzogen.